01.04.2010
[Bad Gastein, 22.-27. März 2010]
Sechs Tage lang verbrachten neun Freeski Crews aus ganz Europa im Skigebiet Gastein und verwandelten Tal und Berg zu ungewöhnlichen Kulissen für ihr einwöchiges Film- und Fotoshooting. Für die downdays Session, vom 22.-27. März 2010 sind über 40 professionelle Freeskier und Medienleute angereist, um bei warmen Frühlingstemperaturen die ausgefallensten Spots und Obstacles zu suchen, zu bauen und zu shooten. Eine Woche voller Ups und wenig Downs, kuriosen Begegnungen und Freestyle Vergnügen deluxe.
Geister, die man nicht traf
Die Teams aus Tschechien, der Schweiz, England und Schweden sowie die Freeski Crews Aestivation, Pickings Fam/Headbud, Fischer und Freeride reisten allesamt Sonntagabends in Bad Gastein an und bezogen die stylische Jugendstilvilla Excelsior. Einst die Sommerfrische Residenz von Sigmund Freud erlebten die Crews das Flair dieses Hotels als sehr speziell. Der Aestivation Fahrer Nico Zacek wird diese Stimmung wohl noch lange in Erinnerung bleibe. Mit einem Augenzwinkern berichtet er das sie „alle ein bisschen Angst im Haus hatten, weil es irgendwie verhext wirkte, mit all den alten Möbel und den Spiegeln und alles im Stil des 19. Jahrhunderts.“ Geister wurden keine gesichtet, dafür gab’s die ganze Woche einige außergewöhnliche Shooting Locations und ungewöhnliche Tricks zu sehen.
Sonnenschein und Special Obstacles
Obwohl es recht warm war, ließen sich die Crews nicht demotivieren und machten das Beste aus der Situation. „Trotz wenig Schnee kam ein hochkarätiges Teilnehmerfeld, alle haben extrem aufwändige Sachen gebaut und sich sehr viel Mühe gegeben.“, erzählt Freeskier Nico Zacek, der auch vom Special Feature im Snowpark Gastein angetan war – ein „sehr cooles Teil“. Extra für die downdays Session baute das QParks Shapeteam rund um Rudi Wyhlidal und David Mahnig nämlich eine Box-Rail-Kombo bestehend aus einer Up Rail und einer Straight Box auf einer hohen Spine. „Am Montag wurden alle von Sonnenschein und extrem warmen Temperaturen begrüßt. Die Crews nutzten das Wetter um das gesamte Skigebiet zu erkunden, oder den Park zu shredden.“, berichtet der QParks und Aestivation Fotograf Patrick „Paco“ Reich.
Stadterkundung der etwas anderen Art: Urban Kicker
Doch auch die Night Sessions am Verladebahnhof hatten es in sich und sämtliche Beteiligte werden wohl noch lange daran zurückdenken. „Einige Fahrer schafften es in den 6 Tagen nicht einmal auf den Berg, weil sie einen perfekten Spielplatz am Verladebahnhof gefunden hatten - sie haben dort ihr Shootingsetup einfach immer wieder um ein paar Meter verlegt und weiter ging das Shooting.“, schildert QParks PR - Lady Karin Weinberger. „Mehr als einmal war ein Teil des Verladebahnhofs bis spät in die Nacht Schauplatz ungewöhnlichen Treibens. Das monotone Knattern von Generatoren, Scheinwerfer die eine Zuggarnitur in gespenstisches Licht tauchten während die Fahrer unermüdlich in ihre Trickkiste griffen.“, sagt Paco und Nico spricht davon sogar als „absolutes Highlight der downdays Session“. So durfte die Aestivation Crew (mit Genehmigung der ÖBB) über und durch Güterwaggons springen, was sehr aussergewöhnliche Freeski Aufnahmen erwarten lässt. Zumeist stieß das außergewöhnliche Treiben auch bei den Anrainern und bei der Exekutive jedoch auf reges Interesse und Begeisterung.
Langeweile, was ist das?
Mittwochabends ging’s mit einem Einsersessellift aus Opas Jugend auf zur Bellevue Alm. In dieser urigen Blockhütte genoss man gemeinsam Rippchen, Bratkartoffeln und Bier rund um den offenen Kamin. Da nicht ausreichend Schnee vorhanden war, mussten die Crews allerdings statt des geplanten Nachtrodelns wieder mit dem Lift ins Tal fahren, wo man dann noch die örtlichen Bars bis spät in die Nacht erkundete.
Wohlfühlprogramm
Nach täglicher Freestyle Action im Snowpark, am Bahnhof doch nicht im freien Gelände des Gasteinertals, das aufgrund von Lawinenwarnstufe 5 für alle Fahrer strengstens verboten war, entschieden sich die Teams am Freitag für eine Pause vor der großen Abschiedssause. „Am letzten Tag hingen die Wolken tief, die anstrengende Woche steckte jedem in den Knochen und so wurde der Freitag zum offiziellen Offday, geprägt von ausgiebigen Mittagsschläfchen, Massagen und Thermenbesuchen. Gegen Abend hin präsentierten sich alle wieder in gewohnter Frische, die Partylaune stieg und neben chilligen Sit Ins gab es auch eine Orgel/Gitarre Jamsession in der hoteleigenen Kapelle, bevor ein Taxi Konvoi die ganze Truppe durch strömenden Regen zum Silver Bullet, der offiziellen Party Location brachte.“, erzählt Paco. Der weitere Verlauf des Abends bleibt wohl für immer ein Geheimnis unter all den downdays Session Beteiligten.
Doch eines steht fest: „Wir werden nächstes Jahr sicher wieder kommen, denn das Skigebiet Gastein ist echt abwechslungsreich und eine wirklich schöne Gegend mit lauter netten und hilfsbereiten Leuten.“, so Nico.
Bleibt nichts anderes mehr zu sagen, als ein großes Dankeschön an Christoph und sein Team in der Villa Excelsior, Nina Stumtner und den Tourismusverband (GTG) und nicht zuletzt an Marco Pointner von den Bergbahnen, sowie die geduldigen Angestellten der Kassa Stubnerkogelbahn.